1. Ziel und Anwendung der Bilder
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Industriefotografie:
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Dient meist technischen, dokumentarischen oder werblichen Zwecken.
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Ziel: Produkte, Maschinen, Anlagen oder Prozesse in der Industrie professionell darstellen – z. B. für Kataloge, Webseiten, Geschäftsberichte oder Messen.
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Auch Image-Fotos von Produktionsstätten oder Arbeitsabläufen.
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Allgemeine Fotografie (z. B. Hochzeiten, Porträts, Landschaften):
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Meist ästhetisch oder emotional motiviert.
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Ziel: Schöne Erinnerungen oder Kunstwerke schaffen, eher für den privaten Gebrauch.
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2. Technik und Ausrüstung
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Industriefotografen:
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Arbeiten oft mit spezieller Ausrüstung: z. B. Makroobjektive, Drohnen, mobile Lichtanlagen, Blitzen für Maschinenräume oder schwierige Lichtverhältnisse.
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Müssen häufig vor Ort in Industriehallen, Produktionsanlagen oder sogar gefährlichen Umgebungen fotografieren.
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Normale Fotografen:
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Meist mit flexibler Ausrüstung, für Menschen, Natur, Events oder Studios.
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Technische Anforderungen sind oft geringer oder spezifisch anders (z. B. Hauttöne, Bokeh, Tageslicht).
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3. Fachwissen
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Industriefotografen:
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Müssen Prozesse, Maschinen und Arbeitsabläufe verstehen, um sie sinnvoll in Szene zu setzen.
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Oft notwendig: technisches Verständnis, Sicherheitskenntnisse, manchmal sogar Zertifizierungen (z. B. für Arbeiten in Produktionsbereichen).
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Andere Fotografen:
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Haben je nach Bereich ein anderes Spezialwissen – z. B. in Posing, Lichtsetzung für Gesichter, Storytelling etc.
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4. Kundschaft und Kommunikation
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Industriefotografen:
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Arbeiten mit Unternehmen, oft mit Marketing- oder Technikabteilungen.
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Müssen Briefings verstehen, technische Anforderungen umsetzen und Bilder liefern, die z. B. Normen oder Corporate Design entsprechen.
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„Normale“ Fotografen:
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Arbeiten oft direkt mit Privatpersonen oder Künstlern, wo Ästhetik und persönliche Wünsche im Vordergrund stehen.
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Fazit:
Ein Industriefotograf ist ein hochspezialisierter Beruf, der weit über „schöne Bilder machen“ hinausgeht. Er verbindet Technik, Handwerk und oft auch Ingenieursverständnis mit Fotografie. Ein „normaler Fotograf“ kann sehr professionell sein – aber ohne das spezifische Wissen und die Anforderungen der Industrie wäre er in einem Industriefotojob oft überfordert.
Wenn du willst, kann ich dir ein Beispiel zeigen – z. B. wie ein Industriefoto für eine Maschinenbaufirma aufgebaut ist.